Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Investition

Wir investieren in die Zukunft unserer Wasserstraßen. Einige große Projekte werden bereits umgesetzt, andere befinden sich noch in der Planung. Zur Umsetzung von Investitionen wurde bereits 1953 der Fachbereich Investition des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Elbe-Nordsee gegründet.* In dieser Zeit wurden 4 Elbvertiefungen, eine Fahrrinnenanpassung, der Ausbau der Rhinplate, der Pionierübungsplatz, der Bauhof in Wedel, das Verkehrssicherungssystem Elbe mit den Radarzentralen, der Ausbau der Leuchtturmkette geplant und gebaut. Informationen zu den Projekten in und an der deutschen Küste finden Sie in den entsprechenden Portalen. Heute besteht die Aufgabe des Fachbereiches in der Umsetzung der Nacharbeiten zum Planfeststellungsbeschluss der Fahrrinnenanpassung der Unter- und Außenelbe mit den dazugehörigen Begleitaufgaben der Beweissicherung und den Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Außerdem werden in zwei weiteren Projektgruppen der Neubau der Verkehrszentrale in Cuxhaven und die Zukunft der Eider bearbeitet.

Das Bild zeigt die Strömungsrinne der Elbe Die Fahrrinne der Elbe Quelle: WSV

Die rasche Entwicklung der Gesetzgebung im Umwelt- und Naturschutzbereich hat das Gesicht des Fachbereich Investition in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert. Lag in der Vergangenheit der Schwerpunkt in der ingenieurmäßigen Umsetzung einer Baumaßnahme, so sind heute neben vermehrten Kenntnissen im Bereich der Betriebswirtschaft sehr umfangreiche Kenntnisse im Umweltbereich erforderlich. Die MitarbeiterInnen des Fachbereichs befassen sich intensiv mit Fragestellungen der Ökologie. Bei allen Maßnahmen werden die Belange der Umwelt detailliert untersucht. Beispielhaft sei genannt, dass bei der Fahrrinnenanpassung z.B. die Rastzeiten der Vögel, Laichzeiten der Fische sowie die Lärm- und Geräuschemissionen für die Menschen untersucht und gegeneinander abgewogen wurden. Am Ende stand eine für alle Seiten optimierte Lösung.

Das Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit erfordert einen offenen Umgang mit den gewonnenen Erkenntnissen aus unseren Bauvorhaben. Die Ausbauwirkungen der Fahrrinnenanpassung werden daher im Rahmen einer langjährigen Beweissicherung umfangreich erfasst und dokumentiert. Im Rahmen der auf 15 Jahre angelegten Beweissicherung werden zum Beispiel die Veränderungen der Wasserstände, Salzgehalte und Strömungen in der Elbe und den Nebenflüssen erfasst. Auf der Website fahrrinnenanpassung.de werden umfangreiche Daten und aktuelle Informationen zu dem Projekt selbst, aber auch zur Beweissicherung und zu Kompensationsmaßnahmen Interessierten zugänglich gemacht.

Das Bild zeigt das Leitfähigkeitsmessnetz der Beweisssicherung Messnetz der Salzgehaltsmessung Quelle: WSA Elbe-Nordsee

Die Aufgaben reichen von der ersten Planung bis hin zur Übergabe des fertigen Bauwerkes an die Nutzer. Bei allen Projektschritten findet eine enge Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen des Amtes statt. Das Team erfüllt seine Aufgaben mit viel Energie und Engagement und freut sich über weitere Herausforderungen.

*Der Fachbereich war vor der Amtsgründung des WSA Elbe-Nordsee beim WSA Hamburg untergebracht.