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Bauhöfe

Zuständig und verantwortlich sind die Bauhöfe für alle werkstattrelevanten Unterhaltungsmaßnahmen an Anlagen, schwimmenden Schifffahrtszeichen sowie Fahrzeugen welche durch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Hamburg verwaltet werden. Zusätzlich werden hier Unterhaltungsmaßnahmen an verwaltungseigenen Wasserfahrzeugen aus dem Einzugsgebiet der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Außenstelle Nord, in kleinem Umfang durchgeführt. Werkstattrelevante Unterhaltungsmaßnahmen werden, wenn diese nicht in Eigenregie abgearbeitet werden können, an Firmen aus der privaten Wirtschaft vergeben. In solchen Fällen sind die Bauhöfe verantwortlich für die Vergabe und Überwachung dieser Maßnahmen.

Bauhof Wedel

Im Rahmen der oben aufgeführten Unterhaltungsmaßnahmen versteht sich der Bauhof Wedel als Dienstleister und Soforteingreiftruppe. Bei außerplanmäßigen Unterhaltungsmaßnahmen erfolgt eine Abarbeitung, auch außerhalb der normalen Arbeitszeit, um die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffverkehrs auf den Bundeswasserstraßen im Einzugsbereich zu gewährleisten.

Slippanlage mit Schiffbauhalle Slippanlage mit Schiffbauhalle Quelle: WSA Elbe-Nordsee

Der Bauhof Wedel setzt sich aus je einem Leitungs- und Werkstattbereich zusammen. Der Werkstattbereich gliedert sich auf in die Gewerke:

  • Maschinenbau
  • Schiffbau/ Stahlbau
  • Elektroenergietechnik
  • Nachrichtentechnik
  • Holz-/ und Kunststoffverarbeitung
  • Malerei
  • Platz
  • Wartungstrupp VSS Elbe (Verkehrssicherungssystem Elbe)

Bauhof Cuxhaven

Der Bauhof Cuxhaven ist zuständig für alle schiffbau-,  elektro- und maschinentechnischen Unterhaltungsarbeiten an den Landanlagen und Wasserfahrzeugen des Amtsbereiches. Aufgabenschwerpunkte bilden

  • die Instandsetzung der festen und schwimmenden Schifffahrtszeichen und
  • die planmäßige Unterhaltung des Oste-Sperrwerks sowie der Wasserfahrzeuge.

Für die Aufgabenerledigung stehen die folgenden Gewerke zur Verfügung:

  • Maschinen-/Stahlbau
  • Elektrotechnik
  • S(N)EM (Schiff, Nachrichtentechnik, Elektronik, Maschinentechnik)

Im Rahmen seiner Aufgaben ist der Bauhof verantwortlich für die Einsatzbereitschaft der Wasserfahrzeuge. Hierzu gehört neben der Instandsetzung

  • die Ver- und Entsorgung,
  • die zentrale Beschaffung von Ausrüstungs-, Verbrauchsstoffen,
  • die Beschaffung von Ersatzteilen sowie
  • die Koordinierung des Einsatzes des seemännischen Personals.

Bauhof Tönning

Der Bauhof Tönning ist zuständig für die Wartung, Unterhaltung und Instandsetzung von den Seezeichen, Anlagen und Landanlagen wie z.B. das Eider-Sperrwerk oder Schleuse Nordfeld, Geräten und Schiffen des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Tönning.

Bauhof Tönning Bauhof Tönning Bauhof Tönning Quelle: WSA Elbe-Nordsee

Um die umfangreichen Aufgaben zu bewältigen, sind dem Bauhof Tönning folgende Werkstätten zugeordnet:

  • Die Schlosserei: Sie ist zuständig für die Herstellung von Ersatzteilen, um die Schiffe, Geräte, Wehre und Schleusen zu reparieren. Es werden Motoren von Rasenmähern bis hin zu den kleineren Schiffsmotoren repariert. Die Notstromaggregate an den Leuchtfeuern und Leuchttürmen der gesamten Westküste werden instandgesetzt. Die Reparatur und Wartung der Hydraulikanlagen und der Stahlbau an den Schiffen und Anlagen werden von den Gesellen der Schlosserei durchgeführt. Außerdem übernimmt die Schlosserei die Bauaufsicht bei Stahl- und Stahlwasserbauarbeiten. Nicht zu vergessen ist die Ausbildung in der Schlosserei, in der zur Zeit zwölf Auszubildende zum Feinwerkmechaniker mit den Schwerpunkten Drehen, Fräsen, Bohren, CNC-Drehen, Pneumatik, Hydraulik und Elektroschweißen mit WIG-Schweißtechnik ausgebildet werden. Jedes Jahr werden 2-3 neue Azubis ausgebildet.
  • Die Tischlerei: In der Tischlerei sind zwei Arbeiter dafür zuständig, alle Holzarbeiten für den Bauhof, das Eider-Sperrwerk, die Schleusen, die Schiffe, das Amtsgebäude und die Außenbezirke (bei größeren Holzarbeiten) zu fertigen. Die Tischlerei fertigt ausschließlich Sonder- und Maßanfertigungen und übernimmt außerdem einen Teil der Ausbildung für die Wasserbauer-Azubis aus Friedrichstadt.
  • Die Tonnenhalle: Wie der Name schon sagt, werden in der Tonnenhalle die Tonnen bearbeitet. Wenn die Tonnen zum Beispiel vom Tonnenleger "Triton" gebracht werden, werden als erstes mit dem Hochdruckreiniger die Muscheln und Seepocken abgewaschen. Nach Bedarf werden sie dann noch gesandstrahlt, was in der Regel alle drei Jahre gemacht werden muss. Danach werden die Tonnen konserviert, d.h. der Unterwasserbereich der Tonne bekommt drei Schichten Zinkstaubfarbe und der Oberwasserbereich bekommt zwei Schichten. Dann bekommt die ganze Tonne eine Schicht Isoliergrund, zwei Schichten weiße Grundfarbe, zwei Schichten Tagesleuchtfarbe Arbeiten am LT-Tonnenturm(rot oder grün) und eine Schicht Überzugslack.
  • Die Seezeichenwerkstatt: In der Seezeichenwerkstatt werden die Seelaternen (Laternen auf Tonnen) instandgesetzt.
  • Die Elektrowerkstatt: Die Elektrowerkstatt, kurz EW, ist zuständig für die gesamte Elektrotechnik. Dazu gehören ebenfalls alle Landanlagen, Schiffe, Geräte und Landfahrzeuge. Diese werden instandgesetzt, gewartet, repariert und neu strukturiert mit Gebäudetechnik einschließlich EIB. Es werden außerdem Notstromanlagen und SPS (Speicher programmierbare Steuerung) und Sonderanlagen gefertigt.
  • Die PU-Stelle: Hier werden die Unterhaltungspläne, Betriebsanleitungen und Ersatzteillisten ausgewertet, überarbeitet und in der PU zugeordnet. Die Wartungsintervalle werden geplant, gesteuert und überwacht und der Einsatz der Mitarbeiter und Fahrzeuge wird koordiniert. Lebenslaufdaten, Schäden und Störungen einzelner Objekte werden erfasst. Es wird ermittelt, welche Ersatzteile im Rahmen der PU benötigt werden.
  • Das Magazin: Hier werden Ersatzteile und Verbrauchsmaterialien für die Werkstätten wie z.B. Farben, Schrauben usw. bestellt und gelagert.
  • Werkstattgebäude: Der Bauhof Tönning befindet sich auf einer Landzunge zwischen der Bundeswasserstrasse Eider und dem landeseigenen Hafen Tönning. Das Werkstattgebäude wurde 1970 errichtet und ist seither durch Anbau eines Holzlagers, Erweiterungsbau der Schlosserei und Anbau einer Waschhalle mit Freiplatz sowie einer Öl- und Benzin Abscheideranlage ständig den wachsenden Anforderungen angepasst worden.

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